29 Okt

Gemeinschaftsräume? Brauchen wir!

Wie versprochen, hier bin ich wieder!

Jedoch nicht mit den Nachrichten zur rechtlichen Lage bezüglich Gartenhauskolonie, denn da haben wir in der Zwischenzeit absolut nichts weitergebracht, sondern zur Frage der gemeinschaftlichen Räume. Wie letztens in meinem Artikel zu den Tiny Houses und Gartenhäusern beschrieben, wären diese einzelnen frei stehenden Wohnelemente eine gute Basis für genügend individuellen Freiraum. Trotzdem lebt man aber in einer Gemeinschaft, in der man sich auf die anderen verlassen kann und sie greifbar hat. Der Nachteil der kleinen Wohnelemente ist nun aber, dass, selbst wenn diese jeweils mit Küche und Sanitärbereich ausgestattet sind, kein Platz für gemeinschaftliche Unternehmungen ist.

Wir haben nun eine Liste gemacht, was ein Gemeinschaftsbereich abdecken soll:

  • Einen Sanitärbereich für alle, die mal mehr Platz benötigen, zum Beispiel auch mit Badewanne, Waschmaschine und Trockner.
  • Eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum, die Küche sollte reichlich Platz für mehrere Köche bieten und mit Geschirrspüler ausgestattet sein. Der Essbereich sollte genügend Platz auch für Gäste bieten, also mindestens für 15 Personen.
  • Der sehr unsexy genannte „Aufenthaltsraum“ sollte mit Fernseher und DVD Player und reichlich Couchplätzen bestückt sein, sodass auch einmal ein gemeinsamer Filmabend drin ist.
  • Wir wünschen und alle einen großen Vorratsraum, in dem Lebensmittel gelagert werden können, denn in den kleinen Wohneinheiten benötigt man den Stauraum sicher für persönliche Dinge.

Nach einer Diskussionsrunde am Wochenende sind wir überein gekommen, dass es für diesen Gemeinschaftsbereich nun doch der klassische Camping Container sein muss. Dazu muss ich noch ein wenig recherchieren, ich habe bisher zwei Anbieter gefunden, einer davon aus Österreich. Also wieder eine Liste anlegen! Diese werde ich nach und nach updaten.

  • https://mobiles.haus/index.html
  • http://www.latra.at

 

Es bleibt weiter spannend, ich bin aber sehr froh, dass wir nun bereits definiert haben, was wir uns GEMEINSCHAFTLICH wünschen. Denn egal, wie die Dinge rundherum dann umgesetzt werden, das Gemeinsame soll es ja geben.

In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen Sonntag!

Ihre Celine.

27 Okt

Kein Wohnen im Institut!

Wie ich bereits in meinem Startbeitrag beschrieben habe, wollen wir alles, nur kein institutionalisiertes Wohnen. Sprich, ein gemeindegefördertes Wohnhaus mit speziell auf „Alte“ eingerichteten Wohnungen widerstrebt unserer kleinen Gruppe genauso wie ein „Seniorenheim“, und mag dieses noch so zauberhaft sein. Wir streben ein gemeinsames Wohnen an, das beides bietet: Gemeinsamkeit und gegenseitige Unterstützung genauso wie Individualität und die Möglichkeit des Rückzugs. Das bedeutet, der berühmte Bauernhof, von dem wir träumten, als wir jung waren, würde nur nach einem kompletten Umbau funktionieren.

Ich habe mich nun über ein Jahr lang umgesehen und umgehört und bin auf ein paar sehr, sehr brauchbare Ideen gestoßen. Das Einzige, was wir für die Umsetzung benötigen, ist ein Grundstück. Die Idee wäre, auf diesem einige Wohneinheiten für uns einzurichten, die mehr oder weniger autark sind, also über eine kleine Kochgelegenheit und sanitäre Einrichtungen verfügt. Ich habe mich ja völlig in die so genannten Tiny Houses verliebt, seit ich auf der Website eines der ersten Anbieters war (eine weitere gute Seite zum Thema ist diese: www.curbed.com/tiny-homes). Die Dinger bieten wirklich alles auf kleinstem Raum. Und ganz ehrlich: im Seniorenheim hat man auch nicht mehr Platz. Ich habe sogar den leichten Verdacht, dass man nicht mal eine Baugenehmigung benötigt, da die Dinger ja auf fahrbaren Basements stehen. Aber dazu müssen wir uns erst kundig machen, ich nehme an, in den USA, woher die Tiny Houses kommen, ist das alles einfacher. Einziger Minuspunkt: werden wir mit Mitte 80 noch so toll ins Hochbett klettern können???

 

Ein Traum im Grünen, das wär’s

Eine zweite Idee kam mir, als ich letztens in der Nähe von Paris auf eine Alterscommunity stieß, die ich richtig cool fand. Das „Chateau de Bouafles“ ist an sich ein Campingplatz, doch hat sich dort eine kleine, feine Dauergemeinschaft eingerichtet. Die Menschen, meist ältere Paare, wohnen in Campingcontainern, denen man das Containerdasein aber nicht mehr anmerkt, weil im Laufe der Jahrzehnte ein jeder seinen Container sehr individuell gestaltet hat. Ich habe gestaunt, was es hier alles gibt, und das mitten im Grünen. Die Grundstückchen, auf denen die Mini Häuser stehen, waren im Schnitt 100 Quadratmeter groß und boten ihren Mietern auch noch die Möglichkeit, Rosen zu züchten oder Gemüse zu pflanzen. Eine sehr ansprechende Idee!

 

Dann kam mir – weil ich nicht nur praktisch, sondern auch ästhetisch denke, natürlich auch die Idee, ob man nicht normale Gartenhäuschen genauso nutzen könnte, denn die sehen halt ansprechender aus als ein schlichter Container. Ich habe dazu auch einen Anbieter gefunden, der die Gartenhäuschen als Gästehäuser anbietet und diese auch in einer Größe, dass man sich ein Wohnen darin vorstellen kann. Die Bilder, wie die Häuschen dann innen aussehen, haben mich extrem angesprochen. Man müsste das mal versuchen, wie diese Größe einem passt. Wohlgemerkt, die Grundfläche ist größer als bei einem Tiny House. Mehr Bilder wie dieses gibt es bei dem Gartenhaus Anbieter ISIDOR, bei dem ich auch die Fasssauna gefunden habe. Ich finde, das sind einfach die hübschesten Häuschen, die zurzeit angeboten werden.

Also – Ideen gibt es reichlich und auch bereits Menschen, die die eine oder andere Idee umgesetzt haben! Ich melde mich mit Informationen bezüglich der rechtlichen Situation der jeweiligen Möglichkeiten in Bälde wieder!

Ihre Celine.

07 Okt

Träume für das Gemeinsame – wie wär’s mit einer Fasssauna?

Wir – um das jetzt endlich mal zu verraten – das sind zwei Freunde, männlich, und ich. Wir möchten ein Konzept entwickeln, das uns ein gemeinsames Alt Werden ermöglicht, und zwar außerhalb der Normen von Gemeindeprojekten und „seniorengerechtem Wohnen“. Wir sind der Meinung, dass wir, wenn alles gut geht, mit 65 noch einigermaßen fit sein werden. Aber wir sind alle schon alt genug, um zu wissen, dass wir bis dahin keine eigenen Familien mehr gründen werden und auch keine herkömmlichen Beziehungen mehr führen werden. Sprich, jetzt, mit Mitte 50 die große Liebe kennen lernen und mit dieser dann in ein Zwei-Zimmer-Appartement ziehen? NEIN, DANKE!

Die Alternativen – so, wie wir sie bisher erfasst haben – werde ich hier in Kürze vorstellen. Wichtiger finde ich aber die Träume. Denn jeder von uns hat welche! Und wenn wir uns nicht an dem orientieren, was wir erträumen, uns wünschen, dann bleibt da nur schnödes Mittelmaß. Also habe ich eine kleine Liste an Träumen erstellt, an Dingen, die wir UNBEDINGT haben möchten, wenn wir unser Projekt dann in Angriff nehmen. Jeder durfte für den Anfang mal seinen Haupttraum nennen, egal wie verrückt:

  1. Eine gemeinsame Tafel, sprich, einen richtig großen Tisch mit Sesseln verschiedenster Stilrichtungen, an der mindestens einmal pro Woche gemeinsam gefeiert wird. Wenn wir unser gemeinsames Wohnen also so angehen, dass jeder eine komplette Wohneinheit hat, mit allem, dann soll es trotzdem diesen Gemeinschaftsraum geben, der Platz für Feiern, Diskussionen und Ideen lässt. Der Bau dieser Tafel ist bereits geplant – wir haben einen Tischler an Bord.
  2. Eine Fasssauna! Dieser Wunsch kommt von mir. Seit einem Besuch in Brandenburg, wo ich zufällig im Musterpark des Saunaherstellers Isidor landete, bin ich von diesem Ding einfach nur noch begeistert. Je nach Platzangebot in unserem Wohnprojekt wäre natürlich auch eine Schwitzhütte im Jurten Stil schön, aber ich gebe zu bedenken, dass wir ein wenig älter und bequemer werden und stehe zu meinem Sauna Fass!
  3. Die gemeinsame Band. Miteinander Musizieren ist schön, vor allem, wenn man es kann. Zwei von uns sind aktiv musizierend, einer lernt zurzeit ein Instrument. Wir möchten die Menschen, die dann mit uns leben, motivieren, auch ein Instrument zu lernen. Denn erstens ist das ziemlich gut für die Koordination und das Gedächtnis, zweitens ist es cool und drittens: wenn alle Stricke reißen, können wir uns als Straßenmusikanten durchschlagen!

Humor muss sein, um unsere Träume am Leben zu erhalten 😉

Ihre Celine.

 

01 Okt

Was heißt hier altersgerechte Badewanne

Es ist ja immer die Frage, ab wann man alt ist. Geht es danach, ab wann man morgens nicht mehr ohne Schmerzen hochkommt, dann wäre ich mit 30 alt gewesen. Und irgendein kluger Mensch hat mal gesagt, „wenn Du mit 40 aufwachst und keine Schmerzen hast, bist Du tot“. Vielleicht ist man dann alt, wenn man das Gefühl hat, bestimmte Dinge einfach bequemer haben zu wollen? Dann wäre ich, warte mal, mit knapp 50 alt gewesen. Damals hörten wir mit Zeltcampieren auf, weil das einfach sehr unbequem ist.

Ich denke, am meisten stört bei all diesen Überlegungen die Begrifflichkeit. Wenn man „Wohnen im Alter“ eingibt, dann kommen da unzählige Angebote für Seniorenwohnheime und auf den Bildern sind uralte Menschen jenseits der 80 abgebildet. Gibt man „altersgerechte Möbel“ in die Suchmaschine ein, landet man wieder auf unzähligen Seiten mit dem Thema „Senioren“. Sind wir ehrlich mit uns selbst: wenn wir mit 60 beschießen, noch einmal selbstbestimmt durchzustarten, dann nervt der Begriff „Senioren“ ungeheuerlich. Ich würde da ein „bequemes Wohnen für über 20-Jährige“ bevorzugen.

Thema Badezimmer zum Beispiel. Klar ist so eine Dusche ohne Schwelle einfach genial, wenn man ans Älterwerden denkt. Oder eine Badewanne, aus der man auch wieder hochkommt. Aber dass die Teile dann gleich immer aussehen müssen, wie aus dem Katalog für ein Pflegeheim! Das kann’s doch wohl nicht sein. Ich persönlich habe jedenfalls meinen Favoriten gefunden. Das Unternehmen Achleitner ist in Oberösterreich beheimatet und auf Holzprodukte der besonderen Art spezialisiert. Vom Saunakübel bis zur Holzbadewanne wird so ziemlich alles angeboten und hier habe ich auch unter den Sonderanfertigungen eine solche Holzbadewanne gefunden. Eine, die bequem zum Ein- und Aussteigen taugt und NICHT aussieht wie aus dem Pflegeartikelkatalog eines Krankenhauses. Ich bin begeistert und weiß, DIE wird es, wenn wir mit unserem Projekt so weit sind, dass es ans Umziehen geht.

Ich hoffe, ich kann hier noch mehr solcher Schmuckstücke präsentieren!

Ihre Celine.