05 Jan

Überwintern im Süden

„Immer mehr Senioren überwintern im Süden“, eine Schlagzeile, die man jeden Winter aufs Neue in irgendeinem Magazin lesen kann. Wie viele es wirklich sind, weiß niemand so genau und offenbar ist es auch keinem wichtig, das zu recherchieren. Auch das Netz schweigt beharrlich zu den Zahlen. Fakt ist aber, dass Tourismusgebiete in Spanien und Portugal sich bereits auf die Überwinterer eingestellt haben und dass die, die es machen, nur Positives berichten.

Hier einige Links zum Thema:

Sommer, Sonne und nicht zu viel Sand

Menschen, die im Süden überwintern, sind meist jenseits der 60 und beziehen bereits Pension. Auch wenn immer mehr junge Menschen vor oder nach dem Studium eine Langzeitreise unternehmen oder mit ihrem selbst ausgebauten Camper einmal quer durch Europa touren: Die Hauptüberwinterer sind Menschen, die nicht mehr auf einen Arbeitsplatz angewiesen sind, unter der Kälte im Heimatland leiden und nicht mehr zu viel Sonne wollen. Und schon gar keinen Sand im Auto. Auch wenn Meer und Strand beliebt sind, muss ein Campingplatz, der Überwinterer beherbergt, nicht mehr direkt am Strand liegen, viel wichtiger ist die Infrastruktur und die Möglichkeiten, wenn das Wetter einmal nicht so gut ist.

So viel zu den Facts. Doch warum sollte man im Süden überwintern wollen?

Vor allem für Menschen, die zu Hause sehr sparsam leben und sich auf eine Alters WG oder ein Tiny House eingelassen haben, ist die Überwinterung bei angenehmen 16 bis 20 Grad eine grandiose Alternative. Die Gründe dafür habe ich nicht in Magazinen nachgelesen, sondern bei Menschen nachgefragt, die das wirklich tun. Und diese Gründe sind vielfältig:

  • Die Temperaturen sind für den Körper besser, schmerzende Knochen und Gelenke sind bei wärmeren Temperaturen besser zu ertragen
  • Die Heizkosten zu Hause sind höher als die Kosten für die Überwinterung
  • Man will Urlaub machen, aber nicht zur Hauptsaison
  • Der Sommer im Tiny House funktioniert gut, im Winter wird aber die Wohnsituation zu eng
  • Im Laufe der Jahre hat man an seinem Lieblings Urlaubsort eine Gemeinschaft aufgebaut, die man weiter erhalten möchte

Wie aber klappt der Alltag mit dem Überwintern?

Dazu nächste Woche mehr!

Eure Celine